Warum Vinyl im digitalen Zeitalter immer noch beliebt ist
Einmal kurz aufs Smartphone getippt, schon steht uns schier grenzenlose Musik zur Verfügung. Trotzdem erlebt die Schallplatte gerade wieder ein Revival. Und zwar nicht mehr nur für jene, die ein besonderes Audioerlebnis schätzen oder in Nostalgie schwelgen: Vinyl ist wieder ein wichtiger Teil dessen geworden, wie eine neue Generation Musik entdeckt und mit ihr interagiert.
Passend zum Thema und zur Markteinführung der Coda W, dem Rundum-Musiksystem für Vinyl-Fans von KEF, haben wir gemeinsam mit Flashback Records eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Neben Moderator Mark Burgess, dem CEO von Flashback Records, waren die Musikjournalistin Kate Hutchinson, Regisseur und Musiker John Maclean und Gründer von Somewhere Soul Josh Mason Teil des Podiums, das ganz im Zeichen von Kultur, Gemeinschaft und dem andauernden Zauber von Vinyl stand.
Unsere Expertinnen und Experten erklärten dabei auch, warum Vinyl heute wichtiger ist denn je.

Das Ritual des bewussten Musikhörens
Ein immer wiederkehrendes Thema an diesem Abend: Laut der Teilnehmenden ist digitale Musik zur „Tapete“ geworden – also etwas, das sich im Hintergrund unseres Lebens abspielt. Schallplatten dagegen erfordern unsere Aufmerksamkeit. Wir müssen die Platte von Hand aussuchen, sie aus ihrer Hülle nehmen und die Nadel aufsetzen.
Mark Burgess, Inhaber von Flashback Records, dazu:
„Wenn wir uns mit einer LP hinsetzen, gehen wir auf eine 20-minütige Reise, und zwar in der von den Interpretinnen und Interpreten vorgesehenen Reihenfolge. Es ist ein ganz anderes Erlebnis als das Springen von Titel zu Titel. Wir schenken der Musik unsere volle Aufmerksamkeit und degradieren sie nicht einfach nur zum Hintergrundgeräusch.“
Diese Idee fand Anklang bei Josh Mason, der den physischen Akt des Abspielens einer Schallplatte als magischen Moment beschrieb, den digitale Formate einfach nicht nachahmen können:
„Immer, wenn ich eine Platte auflege und die Nadel aufsetze, erlebe ich diesen Wow-Moment. Irgendetwas an diesem Format und dem Hörerlebnis fühlt sich einfach unersetzlich an.“
Vinyl als kulturelle Entdeckung
In Plattenläden ging es immer schon um mehr als nur den Verkauf. Streaming-Apps sind zwar hervorragend darin, uns genau das zu servieren, was sie für unsere Vorlieben halten. Sie können uns aber auch in einer Endlosschleife der immer selben Sounds gefangen halten. Wenn wir durch eine Kiste voller Schallplatten wühlen, brechen wir diesen Kreislauf auf. Es verleiht der Entdeckung neuer Musik wieder einen gewissen Abenteuergeist und lässt uns über Unerwartetes stolpern, anstatt einfach nur den nächsten Song in der Warteschlange zu konsumieren.
Kate Hutchinson, erfolgreiche Musikjournalistin und DJane, erklärte, wie Vinyl zum Mittel der „Pop-Anthropologie“ wurde und es ihr ermöglichte, die Entwicklung von Klängen und Szenen nachzuverfolgen:
"Meine Liebe und Leidenschaft für Schallplatten war schon immer mit einer gewissen Abenteuerlust verknüpft, Musik von verschiedenen Orten zu entdecken und zu verstehen, woher bestimmte Sounds stammen. Plattenläden wurden zu Orten, an denen ich die Einflüsse der Künstlerinnen und Künstler nachverfolgen und mein Musikerlebnis völlig neu denken konnte.“

Eine greifbare Verbindung zu Interpretinnen und Interpreten
"Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem Streaming eines Songs und dem Besitzen von Musik in einem Format, mit dem man auch tatsächlich interagieren kann. Streaming mag praktisch sein, der Besitz aber – ob in Form von Vinyl, CD oder hochauflösender digitaler Datei – sorgt für eine tiefere Verbundenheit mit der Musik selbst.
Ganz besonders Schallplatten laden zu einem haptischen Ritual ein, das bei vielen großen Anklang findet. Eine Schallplatte auszuwählen, die Nadel aufzusetzen und die ersten Noten zu vernehmen, erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. So wird das Musikhören vom Hintergrundgeräusch zum bewussten Erlebnis.
Und Musik wird zu etwas Greifbarem, das man anfassen, ansehen und sammeln kann – von der Gestaltung und den Texten auf dem Cover bis hin zum eigentlichen Auflegen der Schallplatte auf den Plattenteller. Das Album wird zu mehr als nur einem flüchtigen Moment in einer Playlist: Man verbringt Zeit mit ihm.
John Maclean, Mitglied von The Beta Band und Spielfilmregisseur, sprach über die Bedeutung des physischen Objekts selbst – das Coverbild, die Hülle und das Ritual, es in den Händen zu halten:
„Als ich mich in Bands wie The Stone Roses verliebte, fühlten sich ihre Platten wahnsinnig wertvoll an. Sie waren nicht nur Tonträger. Sie waren Objekte, die man sammeln, studieren und mit denen man leben konnte. Dieses Gefühl der Verbindung ist etwas, das mir Vinyl schon immer gegeben hat.“
Seit er in der Branche arbeitet und die wirtschaftlichen Aspekte des Streamings kennt, ist der Kauf von Schallplatten für Josh Mason zum moralischen Gebot geworden:
„Als ich die Realität von Streaming-Tantiemen hautnah miterlebte, wurde mir bewusst, wie wichtig es ist, die Künstlerinnen und Künstler, an die man glaubt, zu unterstützen. Die direktesten Wege dafür sind der Kauf von Platten, der Besuch von Konzerten und die Investition in ihre Arbeit, damit sie weiterhin kreativ bleiben können.“
Brücke zwischen der analogen und der digitalen Welt
Viele sehen eine aufwendige Einrichtung als Hindernis, in die Welt der Schallplatten einzutauchen. Hier kommen moderne HiFi-Lautsprecher wie die Coda W ins Spiel und schlagen eine Brücke.
Das Event mit Flashback Records stand ganz im Zeichen der neuen Coda W, einem Wireless-Lautsprecher, der sich nahtlos in den modernen Lifestyle von Vinyl-Fans einfügt.
Wie Mark Burgess gleich zu Anfang betonte, ist die Coda W „ideal für die Kombination mit dem Plattenspieler“. Sie verfügt über integrierte Phono-Vorverstärker- (MM) und Cinch-(LINE)-Eingänge. Dadurch lässt sich der Plattenspieler direkt an den Lautsprecher anschließen – ohne klobigen Verstärker oder externe Phonostufe. Sie vereinfacht die Signalkette und sorgt dafür, dass der warme, authentische Sound Ihrer Platten mit der kristallklaren Power wiedergegeben wird, für die KEF bekannt ist.
Eine Schritt-für-Schritt-Erklärung, wie Sie dieses Setup optimal einrichten, finden Sie in unserem Leitfaden „Anschluss Ihres Plattenspielers an die Coda W“.
Vinyl ist gekommen, um zu bleiben
Ob es nun um den „Wow“-Moment beim Aufsetzen der Nadel oder um den Wunsch geht, Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen, oder aber einfach nur darum, eine wunderbare Schallplatte zu besitzen: Vinyl hat längst bewiesen, dass es keine Modeerscheinung ist. Auch das Podium war sich einig: Vinyl wird es so lange geben, wie sich Menschen eine tiefere, authentischere Verbindung zu ihrer Musik wünschen.
Jetzt die Coda W entdecken und ins Vinyl-Erlebnis eintauchen